70 Jahre nach Wilhelm Hammanns Tod stellt sich die Frage nach den Perspektiven einer aktuellen Erinnerungskultur, die Geschichte verstehen will und auch die Erfahrungen derjenigen aufnimmt, die ihr Leben dem Kampf für soziale Gerechtigkeit und dem Kampf gegen den Faschismus gewidmet haben.
Wilhelm Hammann, geboren am 25. Februar 1897 in Biebesheim, während der Nazizeit politisch verfolgt und im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert, war 1945 Blockältester im Block 8, einem der beiden Jungenblocks des KZ Buchenwald. In den letzten Tagen vor der Befreiung bewahrte er 159 jüdische Jungen vor dem Todesmarsch. Für diese Rettungstat ehrte ihn Yad Vashem am 18. Juli 1984 als “Gerechter unter den Völkern.”
Aus dem Ersten Weltkrieg kehrte Hammann 1919 als überzeugter Anhänger der USPD in den Kreis Groß-Gerau (Hessen) zurück. Ende des Jahres 1920 wechselte er mit der Ortsgruppe Groß-Gerau von der USPD zur KPD. Somit ist seine Geschichte eng verbunden mit der einer sozialen und politischen Massenbewegung. Welche Erfahrungen und Ereignisse prägten ihn als Lehrer, Kommunisten und Groß-Gerauer Landrat in der unmittelbaren Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg?
Bernd Heyl stellt seine im Verlag Brandes & Apsel erschienene ausführliche Biographie Wilhelm Hammanns vor.
Im Anschluss an die Buchvorstellung gibt es die Möglichkeit, bei einem Getränk noch ins Gespräch zu kommen.
Das Grußwort spricht Landrat Thomas Will.
In Zusammenarbeit von Kreisvolkshochschule Groß-Gerau, Arbeit und Leben Hessen, DGB-Kreisverband Groß-Gerau, GEW-KV-Groß-Gerau, Kath. Betriebsseelsorge Südhessen, Ev. Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim